Sanierung der Schlosskapelle

Deutsche Stiftung Denkmalschutz überreicht 50.000 Euro

10.09.2026

Sogar Monica Gräfin von Arco auf Valley hat den weiten Weg von Eichendorf nach Valley nicht gescheut, um bei der Übergabe von 50.000 Euro Fördermitteln durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) am 5. August 2026 in der gräflichen Schlosskapelle dabei zu sein. Ebenfalls anwesend: Bürgermeister Bernhard Schäfer, Max-Georg Graf von Arco auf Valley, Franziska Hitzler von der Unteren Denkmalschutzbehörde Miesbach, Christoph Scholter vom Bayerischen Landesamt für Denkmalschutz, Georg Reichert, Geschäftsführer der Gräflichen Brauerei, sowie Axel Hochstadt von der DSD.

Vor drei Jahren begannen die Renovierungsarbeiten mit Dachstuhl, Turmuhr und Fenstern. „Sie waren in einem Zustand, da hätte ein stärkerer Luftstoß genügt, und sie wären eingefallen“, erläutert Graf Arco. Für die Fenster wurde altes, mundgeblasenes Glas verwendet, um die originalen Strukturen zu erhalten.

Seit Anfang 2026 restauriert die Spezialfirma Werkstätten Wiegerling aus Gaißach das Innere und den Stuck der Kapelle. „Es ist bewundernswert, wie jedes Blümchen, jedes Ornament, jedes Puttenfüßchen neu modelliert wird“, staunt Graf Arco. Bislang wurden rund eine halbe Million Euro investiert – finanziert von der Reichsgräfin aus eigenen Mitteln. „Wir freuen uns natürlich über jede Unterstützung. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit und Demut, dass die DSD dieser Kapelle eine überregionale kunstgeschichtliche Bedeutung zuspricht.“

Die DSD stiftet mit dem Betrag von 50.000 Euro den Höchstbetrag für derartige Projekte. Bis Ende des Jahres soll die Restaurierung der gesamten Innenhülle abgeschlossen sein, danach folgen Kirchenbänke und Altarraum. Betriebsleiter Andreas Forstner rechnet mit einer Öffnung im Laufe des Jahres 2027. Das Projekt wird in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie der Unteren Denkmalschutzbehörde Miesbach umgesetzt und wurde in der Vergangenheit auch durch die Initiative der Landtagsabgeordneten Ilse Aigner (CSU) gefördert.

Graf Arco betont, dass die Kapelle Teil eines Gesamtensembles ist: der große Saal des Valleyer Schloss Bräu, das Bräustüberl und die Wohnungen im Neuen Schloss. Nach der Wiedereröffnung erhofft sich die gräfliche Familie Anfragen für überkonfessionelle kirchliche Trauungen, Feierlichkeiten sowie kulturelle Veranstaltungen. „Die Kapelle soll ein Raum werden für Menschen mit kirchlichem Bezug und ein Raum, der Teil des öffentlichen Lebens ist.“